Wichtiges zur Krankenzusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung

Für den Abschluss einer Zusatzversicherung im gesundheitlichen Bereich legt jede Versicherung großen Wert auf den Einzelfall des Antragstellers. Dies ist sinnvoll, dass kerngesunde Menschen genauso wie Personen mit vielen Vorerkrankungen den Antrag auf eine Krankenzusatzversicherung stellen können. Liegen bereits Erkrankungen oder eine riskante Lebensweise vor, ist die Wahrscheinlichkeit umso größer, dass die Versicherung Behandlungskosten über die Jahre und Jahrzehnte hinweg übernehmen muss. Mit Durchführung einer sogenannten Gesundheitsprüfung ermittelt die Versicherung, wie hoch das individuelle Risiko liegt, um dieses in die persönliche Beitragshöhe einfließen zu lassen.


Wie läuft die Gesundheitsprüfung genau ab?

Für sämtliche Gesundheitsfragen wird ein Zeitfenster vorgegeben, in dem die Fragen rückblickend zu beantworten sind. In den meisten Fällen spielen die letzten fünf Jahre für die Versicherung eine Rolle, eine größere Zeitspanne ist nicht im Sinne des Kunden und bei einem Tarifvergleich nicht zu berücksichtigen. Außerdem ist auf den genauen Wortlaut zu achten, um jede Frage präzise zu beantworten und der Versicherung weder zu viel noch zu wenig über die gesundheitliche Disposition mitzuteilen. Einen Arztbesuch muss kein Interessent an Krankenzusatzversicherungen fürchten, die Gesundheitsprüfung wird stattdessen durch Fragebögen absolviert. Diese werden zusammen mit dem Antrag bei der Versicherung eingereicht und geprüft. Abhängig von der Art der gewünschten Zusatzversicherung werden unterschiedliche Inhalte abgefragt, beispielsweise:

  • ambulante und stationäre Behandlungen der letzten Jahre
  • Art und Häufigkeit der letzten Zahnarztbesuche
  • Operationen der letzten Jahre
  • psychische Beschwerden
  • besondere Lebensumstände, z. B. Extremsportarten, Berufsumfeld

Im Vergleich zu anderen Zusatzversicherungen werden für den Vertragsabschluss einer Brillenzusatzversicherung nur wenige Fragen gestellt. Mit diesen versucht die Versicherung vorrangig, den Zustand der vorhandenen Sehfähigkeit zu ermitteln und hierdurch potenzielle Schwächen von Augen und Sehnerv zu erkennen.

Zu den wichtigsten Fragen dieser Art gehören:

  • Muss aktuell oder musste in den vergangenen Jahren auf eine Sehhilfe zurückgegriffen werden? - Falls der Antragsteller bereits eine Brille oder Kontaktlinsen trägt, sind entsprechende Zusatzkosten für die Versicherung abschätzbar. Dies gilt auch, wenn lediglich in bestimmten Lebenssituationen wie beim Lesen oder Auto fahren eine Brille benötigt wird.
  • Wurden in den letzten Jahren Operationen am Auge oder Sehnerv durchgeführt? - In diesem Fall liegen bereits eindeutige Schwächen an diesem Organ vor. Hierdurch ist absehbar, dass der Betroffene fortwährend eine Sehhilfe benötigt und weitere Behandlungskosten an die private Krankenversicherung abgegeben werden sollen.
  • Wird in einem gefährlichen Berufsumfeld gearbeitet oder ein Risikosport betrieben? - In verschiedenen Berufen, beispielsweise der Chemie- und Pharmaindustrie, ist der Umgang mit Gefahrgut üblich. Hierdurch steigt das Risiko, bei einem betrieblichen Unfall die Sehfähigkeit zu vermindern oder organische Verletzungen zu erleiden. Gleiches gilt bei einer riskanten Lebensweise, z. B. der Ausführung von Extremsport. In solchen Fällen wird die Krankenzusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung zur sinnvolleren Wahl.

Eine private Zusatzversicherung für die Behandlung durch einen Heilpraktiker und Alternativmediziner abzuschließen, zählt zu den stetig beliebteren Zusatzversicherungen. Da die gesetzliche Krankenkasse keine Leistungen dieser Art übernimmt bzw. nur eingeschränkt und auf freiwilliger Basis zahlt, lässt sich mit dem Abschluss dieser privaten Zusatzversicherung viel Geld einsparen.

Bezüglich der Gesundheitsfragen wird dieser Zusatzschutz jedoch zur Herausforderung. Nach der praktischen Erfahrung wenden sich viele Antragsteller der Alternativmedizin zu, wenn sie keine Hoffnung mehr in die klassische Schulmedizin besitzen. Im Umkehrschluss heißt dies, dass Betroffene fast immer über ein oder mehrere Symptome verfügen, in vielen Fällen sogar einen langen Leidensweg hinter sich haben. Bei einer klassischen Gesundheitsprüfung ließe sich diese private Krankenversicherung meist nur mit einem erheblichen Risikozuschlag abschließen. Im Gegenzug wird pauschal mit einem höheren Beitragsniveau kalkuliert, wenn der Interessent an dieser Zusatzversicherung die Gesundheitsprüfung verweigert. Der Vergleich verschiedener Versicherungen und Tarife ist daher essenziell.

Zu den wichtigsten Fragen dieser Art gehören:

  • Welche medizinischen Behandlungen wurden in den letzten Jahren beansprucht? - Hiermit klärt die Krankenversicherung ab, welcher Gesundheitszustand vorliegt. Falls es Symptome und Behandlungen gab, sind diese explizit zu nennen, auch der behandelnde Arzt ist anzugeben.
  • Wurden in den letzten Jahren Behandlungen bei einem Heilpraktiker beansprucht? - Hierüber erfährt die private Krankenversicherung, ob der Antragsteller die Zusatzversicherung vorausschauend abschließt oder die Alternativmedizin bereits wegen konkreter Symptome für sich entdeckt hat. Entsprechende Leistungen werden häufig vom gebotenen Versicherungsspektrum ausgeschlossen.
  • Liegen oder lagen Gesundheitsstörungen in den letzten Jahren vor? - Häufig sind Antragsteller seit Monaten oder Jahren nicht mehr in Behandlung bei einem klassischen Mediziner, da ihnen dieser nicht weiterhelfen konnte. Dies schließt jedoch nicht das Vorliegen von diversen Beschwerden aus, was bei einer Gesundheitsprüfung wahrheitsgemäß anzugeben ist.

Gesundheitsfragen bei der Krankenhauszusatzversicherung

Ähnlich wie bei einer Haftpflichtversicherung oder Sterbegeldversicherung lässt sich beim Abschluss einer Krankenhaus-Zusatzversicherung nicht abschätzen, ob und wann für diese ein Leistungsfall eintritt. Viele Versicherte möchten alleine die Sicherheit erhalten, bei einem Krankenhausaufenthalt in Jahren oder Jahrzehnten Extras wie ein Einbett-Zimmer oder die Behandlung durch den Chefarzt genießen zu können. Entsprechend sind auch die Fragen zum Gesundheitszustand gestaltet,

Zu den wichtigsten gehören:

  • Gab es in den letzten Jahren stationäre Aufenthalte und/oder operative Eingriffe? - Mit dieser Frage versucht die Krankenversicherung abzuschätzen, ob ein Krankenhausaufenthalt in der Zukunft wahrscheinlich ist. Nicht zwingend müssen sich vergangene Aufenthalte negativ auf den Beitrag auswirken. Wer beispielsweise in den letzten Jahren lediglich am Blinddarm operiert werden musste und ansonsten gesund ist, hat schließlich keine gleichartigen Operationen in der Zukunft zu fürchten.
  • Wegen welcher Beschwerden war der Patient in den letzten Jahren ambulant in Behandlung? - Die Frage nach dem generellen Gesundheitszustand ist bei jeder Gesundheitsprüfung entscheidend, erhält bei der Krankenhaus-Zusatzversicherung jedoch eine besondere Bedeutung. Je nach Symptomen und Beschwerden kann die private Krankenversicherung abschätzen, ob im entsprechenden Bereich eine stationäre Einlieferung wahrscheinlich ist. Auch hier gilt: Nicht jedes angegebene Symptom muss den Versicherungsbeitrag beeinflussen, jede Krankenversicherung setzt hier andere Maßstäbe an.

Gesundheitsfragen bei der Zahnzusatzversicherung

Die Gesundheitsprüfung für eine Zahnzusatzversicherung ist gegenüber der oben genannten Zusatztarife noch wichtiger. Schließlich lässt sich über den Zustand des natürlichen Gebisses und bereits vorhandene Lücken und Implantate vergleichsweise einfach abschätzen, ob zukünftige Kostenübernahmen auf die Versicherung zukommen.

Zu den wichtigsten Fragen für diese Tarifsparte gehören deshalb:

  • Fehlen bereits ein oder mehrere natürliche Zähne? - Durch diese Frage erfährt die Versicherung einerseits, ob das natürliche Zahnmaterial optimal gepflegt wurde oder bereits Erkrankungen vorlagen, die den Verlust kompletter Zähne auslösten. Andererseits wird im positiven Fall deutlich, dass die Krankenversicherung garantiert für Brücken, Implantate & Co. aufkommen muss.
  • Wann und wie häufig finden Zahnarztbesuche statt? - Wer über Jahre oder Jahrzehnte nicht beim Zahnarzt war, wird viele Schwächen seiner natürlichen Zähne nicht kennen und ein großes Risiko bei der Absicherung mitbringen. Wer hingegen regelmäßig in Behandlung beim Zahnarzt ist und sich sein natürliches Gebiss professionell pflegen lässt, wird günstiger eingestuft.
  • Wurde bereits dauerhafter Zahnersatz eingesetzt? - Neben dem Fehlen einzelner Zähne deutet auch das Vorhandensein von Kronen, Brücken oder Inlays auf einen minderwertigen Zustand des natürlichen Gebisses hin. In diesem Fall steigt das Risiko einer Absicherung durch die private Krankenversicherung, da weitere Behandlungen mit hohen Kosten in naher Zukunft wahrscheinlich sind.
Übrigens: Im breiten Spektrum der Zusatzversicherungen ist es bei der Zahnzusatzversicherung am üblichsten, dass der Arzt direkt kontaktiert wird. Der Zahnarzt gibt der Versicherung also persönlich eine Information über den Gesundheitszustand der Zähne des Antragsstellers. Wer hier eine ungünstige Bewertung fürchtet, sollte sich direkt für eine Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung entscheiden.

Krankenzusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung - wann und warum ist sie sinnvoll?

Wenn Sie bereits unter verschiedenen Vorerkrankungen leiden sollten oder mit mehreren Zahnlücken eine Zahnzusatzversicherung abschließen möchten, wirkt sich die obige Regelung negativ auf Ihre Beitragshöhe aus. Genau deshalb bieten verschiedene Versicherungen eine Krankenzusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung an. Bei diesen speziellen Tarifen wird der Vertragsabschluss ohne die Beantwortung von Gesundheitsfragen möglich, die Versicherung verzichtet also auf eine Bewertung Ihres gesundheitlichen Zustandes. Da die private Krankenversicherung keine Informationen über Ihre Gesundheit erhält, rechnet Sie pauschal einen etwas höheren Beitrag an. Dieser kann jedoch deutlich unter Ihrer individuellen Tarifierung mit Gesundheitsprüfung liegen und dafür sorgen, dass der Versicherungsschutz überhaupt zustande kommt.

Eine Krankenzusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung ist grundsätzlich zu empfehlen, wenn Vorerkrankungen, Symptome und andere negative Faktoren bei der Antragstellung abschätzbar sind. Möglicherweise haben Sie beim Vergleichen oder bei einer konkreten Anfrage bereits herausgefunden, dass Ihre Gesundheit für erhebliche Risikozuschläge sorgt und die gewünschte Absicherung verteuert. Die Krankenzusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung umgeht dieses Problem und gibt Ihnen die Freiheit, den erhofften Versicherungsschutz in jedem Fall zu bekommen. Natürlich gibt es auch bei dieser Tarifart große Unterschiede in Leistungen und Kosten zwischen den einzelnen Versicherungen, der Vergleich für eine Vorsorge mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis ist weiterhin anzuraten.


Auswirkungen und Risiken der Gesundheitsprüfung.

Jede private Krankenversicherung lässt die Antworten der Gesundheitsprüfung in die Tarifierung einfließen. Im ersten Schritt entscheidet sie auf dieser Basis, ob der Antragsteller überhaupt als Versicherungskunde aufgenommen werden soll, was bei sehr vielen Vorerkrankungen abgelehnt werden kann. Ähnlich wie bei der Unfallversicherung oder dem Volltarif einer privaten Krankenversicherung fließt die Auswertung auch in die Beitragshöhe ein. Je größer das individuelle Risikopotenzial ist, umso teurer wird die Absicherung über die gewünschte Zusatzversicherung. Genau dies sollte keinen Antragsteller dazu bewegen, in Hoffnung auf günstige Beiträge bekannte Risiken zu verschweigen. Durch Nachfragen bei behandelnden Ärzten kann sich schlimmstenfalls im Leistungsfall zeigen, dass der Versicherte gelogen hat. Dies hat nicht nur zur Folge, dass die Pflegeversicherung, Zahnzusatzversicherung oder sonstige Tarifform keine Leistungen übernimmt. Häufig sind die Beiträge zuzüglich einer Vertragsstrafe nachzuzahlen, auch die unmittelbare Kündigung des Vertrags seitens der Versicherung ist denkbar.

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