Die Heilpraktiker-Zusatzversicherung - Kostenübernahme für alternative Heilmethoden

Die moderne Medizin befindet sich in einem stetigen Wandel, regelmäßig werden neue Behandlungsmethoden vorgestellt und Medikamente auf den Markt gebracht. Ein Großteil der Bevölkerung hierzulande leidet dennoch unter Symptomen und Beschwerden, für die kein Arzt eine Hilfe und Lösung anbieten können. Nicht selten wird eine regelrechte Odyssee zwischen vielen Fachärzten unternommen, die allesamt nicht weiterhelfen können. Immer mehr Menschen haben deshalb ihre Hoffnung auf die traditionelle Schulmedizin aufgegeben und versuchen, durch alternative Heilmethoden ihre Gesundheit zu verbessern. Mit einer Heilpraktiker-Zusatzversicherung haben Sie die Möglichkeit, die Kosten für solche Behandlungsformen an eine Versicherung weiterzugeben.

Der unterscheidet zwischen Heilpraktikern & Ärzten

Während ein Allgemeinmediziner oder Facharzt in Deutschland und vielen anderen Ländern eine vollwertiges Studium absolvieren muss und nicht selten promoviert, erwerben Heilpraktiker ihrer Approbation nicht über ein Studium. Stattdessen werden über mehrere Jahre hinweg Kurse bei einem öffentlichen oder privaten Bildungsträger absolviert, Abitur oder ein vergleichbarer Schulabschluss sind nicht nachzuweisen. Nach Absolvieren sämtlicher Kurse kommt es zu einer abschließenden Überprüfung, die durch das regional zuständige Gesundheitsamt abgenommen wird. Bei Bestehen kann sich ein Heilpraktiker als solcher bezeichnen und seine Dienste anbieten. Durch Fort- und Weiterbildung kann er sein therapeutisches Spektrum erweitern oder sich gezielt auf einzelne Heilbereiche spezialisieren.

Allen Heilpraktikern gemeinsam ist die eher kritische Position gegenüber traditionellen Behandlungen der Schulmedizin und den Produkten der modernen Pharmazie. So vertreten viele Heilpraktiker den Standpunkt, dass die meisten Medikamente als chemische Produkte den Mensch noch kranker machen und durch diverse Nebenwirkungen schwächen. Heilpraktiker vertrauen stärker auf natürliche und sanfte Methoden und denken ganzheitlicher, um Körper und Geist wieder in Einklang zu bringen. Bei vielen Beschwerden soll die Hilfe zur Selbsthilfe aktiviert werden, außerdem werden Behandlungen wie Massagen oder physiotherapeutische Übungen vermitteln. Neben den Heilkräften der Natur vertrauen Heilpraktiker häufig auf homöopathische Arzneimittel, die den Körper nicht unnötig belasten sollen.


Ist das Angebot von Heilpraktikern seriös?

Die Arbeit als Heilpraktiker in Deutschland bedarf einer staatlichen Erlaubnis und ist rechtlich eindeutig geregelt. Über die letzten Jahrzehnte wurde eine rechtliche Grundlage für diesen Beruf geschaffen, um sich gezielt von Scharlatanen mit dubiosen Behandlungsmethoden abzugrenzen. Umso wichtiger ist es, bei Interesse an der Behandlung durch einen Heilpraktiker auf dessen staatliche Zulassung zu achten. Auch Versicherungen legen hierauf großen Wert, weshalb die Zusatzversicherungen nur finanzielle Leistungen gewähren, wenn diese bei einem zugelassenen Heilpraktiker beansprucht wurden.

Die generelle Seriösität der Behandlung durch Heilpraktiker, vor allem in Konkurrenz zur Schulmedizin, ist schwierig einzuschätzen. Zweifelsohne gibt es Arbeitsbereiche, die ins Arbeitsgebiet eines Heilpraktikers fallen und bei objektiver Betrachtung eine Linderung diverser Beschwerden bieten. Hierzu zählen beispielsweise Massagen, osteopathische Eingriffe oder die Nutzung der Wirkstoffe aus natürlichen Heilpflanzen. Andere Aspekte wie die Aroma- oder Bioresonanztherapie werden gerade von traditionellen Ärzten kritischer betrachtet, Studien bringen positive und negative Ergebnisse zur Wirksamkeit solcher Methoden hervor. Dass Versicherungen in Deutschland bereit sind, im Rahmen einer Heilpraktiker-Zusatzversicherung für eine Vielzahl von Behandlungen die Kosten zu übernehmen, deutet auf die gesellschaftliche und medizinische Akzeptanz hin. Dennoch sollte bei jeder Versicherung und jedem Tarif genau überprüft werden, welche Leistungen die jeweilige Gesellschaft übernimmt. Hieran lässt sich indirekt erkennen, was die Versicherung als seriös und finanzierbar ansieht, wenn es um die Arbeit zugelassener Heilpraktiker geht.

Wie sind die Erfolgsaussichten bei der Heilpraktikerbehandlung?

Ähnlich wie bei der Behandlung durch klassische Ärzte und die Einnahme chemischer Medikamente besteht für Naturheilverfahren & Co. keine Garantie, dass diese im individuellen Fall ihre Wirkung zeigen. Dennoch zeigt sich immer wieder, dass Menschen durch die Behandlung bei einem Heilpraktiker bei diversen Symptomen und Beschwerden Erfolge erfahren, die sich über Jahre oder Jahrzehnte bei klassischen Ärzten nicht einstellen wollten. Bei der Heilpraktikerbehandlung ist von einem anderen Ansatz als in der Schulmedizin auszugehen. Hier geht es weniger darum, ein oder mehrere Beschwerden einer zentralen Ursache zuzuordnen und diese mit bestimmten Medikamenten oder Eingriffen zu beseitigen. Stattdessen wird ein kritischer Blick auf die Lebensweise eines Patienten mit allen negativen Faktoren geworfen, die durch eine Vielzahl von Maßnahmen beseitigen werden. Die Anwendung von Naturheilverfahren oder Osteopathie ist deshalb nie getrennt von einem kritischen Blick auf die alltäglichen Gewohnheiten zu sehen. Gesundes Schlafen, Essen und regelmäßige Bewegung rücken hierbei in den Vordergrund. Der Erfolg bei Behandlung durch einen Heilpraktiker entsteht daher häufig auch durch ein Umdenken, was die private Krankenversicherung mit entsprechenden Zusatztarifen gerne unterstützt.

Lohnt ein Heilpraktikerzusatzversicherung Vergleich ?

Fast jede private Krankenversicherung in Deutschland bietet Zusatztarife in verschiedenen Bereichen der Gesundheit an. Während von den gesetzlichen Krankenkassen keine Kosten übernommen bzw. höchstens auf freiwilliger Basis eine kleine Zuzahlung gewährt wird, lässt sich bei privaten Versicherungen ein breites Spektrum an Behandlungen durch Heilpraktiker absichern. Welche Methoden und Behandlungsbereiche genau durch einen Tarif abgedeckt sind und wie teuer ihre Absicherung ist, unterliegt je nach Versicherung großen Unterschieden. Wer sich für diese besondere Behandlungsform interessiert und eine Zusatzversicherung abschließen will, sollte deshalb einen Vergleich der Tarife und Versicherungen durchführen. Viele Gesellschaften führen nicht nur einen Tarif, sondern bieten von einer Basisabsicherung bis zum Premium-Tarif ein größeres Spektrum an Varianten. Beim Vergleichen heißt es, in Ruhe auf die Unterschiede der einzelnen Versicherungen zu schauen und zu erfahren, welche Behandlungsgebiete in welcher Kostenhöhe übernommen werden. Hierbei ist besonders aufzupassen, dass viele Versicherungen die Kosten nicht zu 100 % übernehmen und weiterhin ein privater Zuschuss zu zahlen ist. Am einfachsten lässt sich der Vergleich rund um die Heilpraktiker-Zusatzversicherung online durchführen. Mit einem neutralen und sachlichen Blick auf sämtliche Tarife fällt es am leichtesten, die konkreten Angebote verschiedener Versicherungen kennenzulernen und hiernach eine gezielte Wahl zu treffen. Die Reduktion des monatlichen Beitrags auf ein Minimum sollte nicht im Vordergrund stehen. Stattdessen sollte zuerst festgelegt werden, welche Behandlungen durch den Heilpraktiker vom idealen Tarif übernommen werden. Nach dieser Festlegung lohnt sich die Überprüfung, welche Versicherung die anfallenden Kosten gegen einen möglichst geringen Monatsbeitrag als Zusatzversicherung abdeckt.

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Für wen ist die Heilpraktiker-Zusatzversicherung geeignet?

Die Zusatzversicherung für den Heilpraktiker ist für alle Bundesbürger die richtige Wahl, die mit den Behandlungserfolgen durch vertraute Ärzte nicht zufrieden sind und einen kostengünstigen Weg in Richtung alternativer Heilmethoden gehen möchten. Die Entscheidung hierzu kann die Folge einer langen Leidensgeschichte sein, bei der die Hoffnung in herkömmliche Ärzte und Medikamente verlorengegangen ist. Nicht selten wurden schon erste Erfolge durch Naturheilverfahren, Osteopathie & Co. verzeichnet, die in Zukunft auch bei anderen Beschwerden beansprucht werden sollen. Genauso sinnvoll ist der Abschluss der Zusatzversicherung durch junge und gesunde Patienten, die eine bewusste Entscheidung gegen die klassische Schulmedizin und Pharmaindustrie treffen. Häufig ist es Folge einer ökologischen und bewussten Lebensweise, sich mit der körperlichen und seelischen Gesundheit auseinanderzusetzen und in Homöopathie, Osteopathie und Naturheilverfahren einen den Schlüssel für größtmögliches Wohlgefühl zu erkennen. Mit einer Zusatzversicherung in diesem Bereich lassen sich die Kosten für solche Behandlungen gezielt an eine Versicherung abgeben. Der Abschluss der Zusatzversicherung steht Mitgliedern einer gesetzlichen Krankenkasse genauso wie Privatversicherten offen. Bei letzteren sind Leistungen durch Heilpraktiker häufig schon im Tarif der PKV enthalten, eine gesonderte Zusatzversicherung braucht es hier nicht. Deutlich häufiger wird der Zusatzschutz von gesetzlich Versicherten abgeschlossen, die von ihrer Krankenkasse keine bzw. eingeschränkte Leistungen rund um Naturheilverfahren, Traditionell Chinesische Medizin (TCM) & Co. erhalten. Ein Blick auf den bestehenden Volltarif der PKV oder das Leistungsspektrum der eigenen Krankenkasse hilft bei der Klärung, in welchem Umfang eine Heilpraktiker-Zusatzversicherung sinnvoll ist.


Welche Therapeuten werden erstattet?

Heilpraktiker sind weder als Arzt noch als psychologischer Psychotherapeut approbiert und verfügen im Regelfall über kein Hochschulstudium. Der Heilpraktiker geht seiner Tätigkeit als Freiberufler nach dem Absolvieren von Kursen über mehrere Jahre nach und hat seine Abschlussprüfung vor einem Gesundheitsamt abgelegt. Auch wenn in Deutschland und weiteren Nationen ein rechtliches Rahmenwerk rund um dieses Berufsbild existiert, gibt es weiterhin schwarze Schafe in der Branche. Grundsätzlich steht es jedem Menschen offen, Ratschläge von anderen Menschen bezüglich des gesundheitlichen Zustandes anzunehmen und neue Behandlungswege zu gehen. Alle Versicherungen in Deutschland werden sich jedoch weigern, Leistungen aus einer Zusatzversicherung für Heilpraktiker zu zahlen, wenn dieser nicht die staatliche Erlaubnis für Ausübung seiner Tätigkeit besitzt. Eine Überprüfung dieser Tatsache ist sowohl interessierten Patienten als auch der Versicherung mühelos möglich und entscheidet darüber, ob die Kosten bei Behandlung durch diesen Therapeuten oder Heilpraktiker übernommen werden oder nicht. Auf der Suche nach einem guten Therapeuten ist es für Versicherte deshalb unerlässlich, Informationen über die staatliche Behandlungserlaubnis als Heilpraktiker einzuholen. Nur in diesem Fall besteht überhaupt die Möglichkeit, dass die Versicherung die Kosten erstattet. Wer keinen Heilpraktiker kennt und dennoch eine alternative Behandlungsform nutzen möchte, kann bei vielen Versicherungen auch nach seriösen und zugelassenen Heilpraktikern und Therapeuten fragen.


Worauf ist bei einer Kündigung der Heilpraktiker-Zusatzversicherung zu achten?

Wenn Sie Ihre Zusatzversicherung über einen längeren Zeitraum nicht beansprucht haben oder kein Vertrauen in alternative Heilmethoden mehr haben sollten, ist über eine Kündigung des bestehenden Vertrags nachzudenken. Die Kündigung ist bei den meisten Versicherungen zu jedem Zeitpunkt im Versicherungsjahr möglich, lediglich eine Kündigungsfrist von drei Monaten ist einzuhalten. Falls beispielsweise Ihr Versicherungsjahr am 1. Oktober jedes Jahres beginnt, muss die Kündigung bis zum 30. Juni eingereicht werden. Verstreicht diese Frist, wird die Kündigung erst ein Jahr später möglich.

Wie bei vielen Zusatzversicherungen üblich, sind Sie an eine Mindestlaufzeit Ihres Vertrags gebunden. Bei den meisten Versicherungen liegt diese bei zwei oder drei Jahren. Innerhalb dieses Zeitraums können Sie nicht von der oben genannten Kündigungsfrist Gebrauch machen. Eine Ausnahme stellen vertragliche Änderungen dar, beispielsweise die Kürzung von Leistungen oder die Ankündigung einer Beitragserhöhung. In diesen Fällen tritt ein Sonderkündigungsrecht ein, dass Ihnen eine Aufhebung des bestehenden Vertrags mit einer Frist von vier Wochen ermöglicht. Die Kündigung ist grundsätzlich schriftlich an den Versicherer zu richten. Abhängig von der Gesellschaft muss dies in Briefform oder als Fax erfolgen, schauen Sie hierfür einfach in Ihren Versicherungsvertrag. Kündigen können Sie bei einer regulären Kündigung ohne Angabe von Gründen, bei Nutzung des Sonderkündigungsrechts müssen Sie den Auslöser wie eine Beitragserhöhung als Grund angeben. Sollte es in beiden Fällen mit den genannten Fristen knapp werden, senden Sie das Kündigungsschreiben als Einschreiben an Ihren Versicherer!


Leistungen der Heilpraktiker-Zusatzversicherung

Für viele Menschen sind die Berufsbezeichnung Heilpraktiker und die Methoden dieser Fachkräfte schwammig und nicht eindeutig einem medizinischen Bereich zuzuordnen. Dies gilt auch auf Seiten der Versicherungen, die mit einer Heilpraktiker-Zusatzversicherung verschiedene Bereiche dieses weiten Behandlungsfeldes abdecken. Umgekehrt bestehen auch auf Seiten der Patienten klare Vorlieben, beispielsweise ob Behandlungen eher durch Naturheilverfahren, durch Homöopathie oder Traditionelle Chinesische Medizin erfolgen sollen. Im Folgenden sollen die wichtigsten Leistungen der privaten Zusatzversicherung aufgezeigt werden, um ihre individuelle Wichtigkeit zu erkennen und sich gezielt für den richtigen Tarif zu entscheiden. Achtung: In den meisten Fällen bieten Versicherungen die Heilpraktiker-Zusatzversicherung nicht nach dem Baukasten-Prinzip an. Es muss also ein Gesamtpaket an Leistungen abgeschlossen werden, das den eigenen Vorlieben der gesundheitlichen Absicherung möglichst nahe kommen sollte.

Bei vielen Krankheiten und Symptomen ist der Einsatz von Arzneimitteln unverzichtbar, um eine Linderung der Beschwerden herbeizuführen. Allerdings reagieren viele Patienten sehr empfindlich auf die Nebenwirkungen oder nehmen verschiedene Medikamente für unterschiedliche Beschwerden ein, so dass es zu Wechselwirkungen kommt. Um den Körper nicht unnötig durch Chemie zu belasten, die Grundlage der meisten klassischen Medikamente darstellt, bietet die Homöopathie eine alternative Herangehensweise. Ihr Grundsatz geht auf den deutschen Arzt Samuel Hahnemann Ende des 18. Jahrhunderts zurück, der nach dem sogenannten Simile-Prinzip Gleiches mit Gleichem bekämpfen wollte. Gemeint ist die Verabreichung von Präparaten, die in einer hohen Konzentration die Beschwerden beim Einnehmenden hervorrufen würden, zu deren Bekämpfung sie in einer stark verdünnten Form genutzt werden. Das Anwendungsprinzip wird seit zwei Jahrhunderten verfolgt und zeigt bei verschiedenen Patientengruppen hohe Wirksamkeit, aufgrund fehlender, eindeutiger Studien wird die Homöopathie von der klassischen Schulmedizin jedoch kritisch gesehen. Die Einnahme von homöopathischen Arzneimittel wird von Heilpraktikern bevorzugt angeraten, gerade wenn es bereits zu einer Überempfindlichkeit gegenüber klassischen Medikamenten gekommen ist. Eine private Zusatzversicherung übernimmt die Kosten für homöopathische Arzneimittel ganz oder teilweise, je nach Tarif limitiert durch eine Obergrenze in Euro pro Jahr.

Millionen Menschen hierzulande leiden unter Beschwerden des Bewegungsapparates, vor allem im Rücken und tragenden Gelenken. Anstelle von Spritzen und anderen Medikamenten ist vielen Betroffenen der Vorsatz wichtig, durch ein gezieltes Körpertraining natürliche und schmerzfreie Bewegungsabläufe wieder herbeizuführen. Massagen oder Physiotherapie folgt diesem Vorsatz, bei einer größeren Fehlstellung der Gelenke sind viele Übungen jedoch nicht oder nur unter Schmerzen möglich. Hier setzt die Chiropraktik an. Das alternative Behandlungsprinzip dient dazu, durch spezielle Handgriffe und Anwendungen des Therapeuten eine größere Beweglichkeit herbeizuführen. Hierfür hat dieser im ersten Schritt zu analysieren, welche Einschränkungen konkret vorliegen und welche Fehlstellungen hierfür verantwortlich sind. Anders als bei einer Krankengymnastik bleibt der Patient während der chiropraktischen Anwendung in einer passiven Rolle, während der Heilpraktiker Gelenke oder Knochen richtet. In ihrer heute ausgeübten Form folgt die Chiropraktik seriösen Erkenntnissen über die Anatomie des menschliche Körpers, wobei sie über die letzten beiden Jahrzehnte von einigen Fehlannahmen bereinigt wurde. In dieser Variante wird sie neben Heilpraktikern auch von klassischen Ärzten ausgeübt und von der privaten Krankenversicherung übernommen. Durch einen Zusatztarif für den Heilpraktiker lassen sich die Kosten solcher Behandlungen komplett oder teilweise an die Versicherung weitergeben.

Die Osteopathie ist eine mit der Chiropraktik verwandte Behandlungsmethode, wobei beide Begriffe je nach Arzt oder Therapeut auch synonym verwendet werden. Mit dem lateinischen Begriff "os" für "Knochen" wird durch den Namen angedeutet, dass viele Beschwerden eines Patienten in Fehlstellungen des Knochengerüstes und des Bewegungsapparates begründet liegen. Ein besonderer Blickwinkel fällt in der Praxis häufig auf die Wirbelsäule, bei der es durch permanentes Sitzen und wenig Bewegung zu chronischen Fehlhaltungen kommt. Bei dieser alternativen Behandlungsmethode wird - wie bei vielen Eingriffen des Heilpraktikers - von der Fähigkeit des menschlichen Körpers zur Selbstheilung ausgegangen. Der Therapeut greift während einer Behandlung manuell in die Anatomie des Patienten ein, um Blockaden aufzulösen oder verschobene Knochen wieder in die richtige Position zu bringen. Viele Patienten verspüren nach den richtigen Handgriffen eine unmittelbare Befreiung. Im Gegenzug ist die Anwendung der Osteopathie ähnlich wie die Chiropraktik nicht risikolos, weshalb sämtliche Anwendungen ausschließlich von einem zugelassenen Heilpraktiker oder Arzt durchzuführen sind. Eine private Heilpraktiker-Zusatzversicherung übernimmt ähnlich wie viele Volltarife der PKV die Kosten für osteopathische Eingriffe. Je nach Tarif findet eine anteilige Erstattung (70 bis 80 %) oder die volle Kostenerstattung bis zu einer jährlichen Obergrenze statt.

Über Jahrtausende hinweg sind in allen Teilen der Welt Behandlungsmethoden eingesetzt worden, die nichts mit der europäischen Schulmedizin zu tun haben. Häufig steht hierbei ein anderes Verständnis des menschlichen Körpers und Geistes im Vordergrund, was gerade für die fernöstlichen Kulturen gilt. Traditionell kommen seit vielen Jahrhunderten in China und anderen Nationen Behandlungsformen zum Einsatz, die Menschen seit jeher eine Linderung bei ihren Beschwerden verschaffen. Viele dieser Behandlungsarten der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) werden erst seit wenigen Jahrzehnten von westlichen Ärzten erforscht, ihre Anwendung und Wirksamkeit ist dennoch unstrittig. Die Bezeichnung TCM ist etwas irreführend, da viele hierzulande bekannteste Behandlungsarten nicht exakt so seit Jahrhunderten in China ausgeübt werden. Häufig sind die Maßnahmen, die ein Heilpraktiker mit Kenntnissen in TCM anwendet, Abwandlungen dieser traditionellen Heilmethoden. Die bekannteste Form ist die Akupunktur, wobei durch das schmerzfreie Setzen von Nadeln in spezielle Körperpunkte die Nervenleitungen angeregt werden sollen. Hierdurch sollen sich beispielsweise Verspannungen in Muskeln und Gelenken lösen. Auch spezielle Massagen oder Bewegungsübungen wie das Qigong werden zur TCM gezählt und zielen vor allem auf eine Heilung im Bewegungsapparat ab. Eine Heilpraktiker-Zusatzversicherung der meisten Versicherungen übernimmt diverse Maßnahmen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Die Kostenübernahme erfolgt vollständig oder zu einem großen Teil, eventuell gibt es eine jährliche Obergrenze für die Kostenerstattung.

Düfte und Aromen wirken je nach Zusammenstellung beruhigend oder anregend, außerdem kann die direkte Aufnahme der Essenzen über die Atemwege Linderung bei verschiedenen Beschwerden schaffen. Diese Tatsache wird im Rahmen einer Aromatherapie genutzt, die von vielen Heilpraktikern angeboten wird. Die seit circa einem Jahrhundert bekannte Therapieform vertraut auf ätherische Öle, die abgestimmt auf das Beschwerdebild des Patienten zusammengestellt werden. Ihre Anwendung erfolgt über die direkte Inhalation bzw. die dezente Aufnahme als Raumduft. Neben Duftölen mit ihren unterschiedlichen Bedeutungen und Wirkungen verwenden Heilpraktiker auch Gewürze oder anerkannte Heilkräuter, mit denen sich neben Befindlichkeitsstörungen auch Erkältungen und andere klassische Krankheitsbilder behandeln lassen. Die Kosten für eine Aromatherapie wird von vielen Zusatzversicherungen für den Heilpraktiker abgedeckt, wobei je nach Tarif die komplette Kostenübernahme bzw. ein anteiliger Zuschuss gewährt wird.

Die Bioresonanztherapie ist eine alternative Behandlungsform, die vor allem bei Allergikern bzw. Personen mit diffuser Überempfindlichkeit genutzt wird. Bei der Therapieform geht es zunächst darum, die tatsächlichen Allergene zu ermitteln, um diese anschließend durch eine Ernährungsumstellung oder andere Therapieform zu vermeiden. Der Therapeut setzt den Patienten hierbei mit dem potenziellen Allergen aus und misst anschließend über Elektroden die Reaktion in Form körperlicher Schwingungen. Exakt ist diese Behandlungsform nicht entschlüsselt, allerdings ist anzunehmen, dass die Elektroden die Veränderung des Hautwiderstandes wahrnimmt und größere Veränderungen auf eine allergische Überreaktion schließen lassen. Bezogen auf das Spektrum sämtlicher Naturheilverfahren und alternativer Behandlungsmethoden steht die Bioresonanztherapie am stärksten in der Kritik. Begründet wird dies vorrangig mit der fehlenden Nachweisbarkeit der Wirksamkeit durch unabhängige Studien, ebenso wie in der Reproduzierbarkeit erfolgreicher Ergebnisse. Dies schließt jedoch nicht aus, dass eine private Krankenversicherung für diese Behandlungsform die Kosten ganz oder teilweise übernimmt. Wer eine private Heilpraktiker-Zusatzversicherung abgeschlossen hat, sollte sich jedoch auf eine Einzelfallprüfung einstellen, wenn die Bioresonanztherapie geplant ist.

Auch wenn ein Heilpraktiker nicht über die Approbation eines psychologischen Psychotherapeuten verfügt, kann er verschiedene Behandlungsformen der Psychotherapie anwenden. Hierzu zählen vor allem Methoden zur körperlichen und geistigen Entspannung wie das autogene Training oder die progressive Muskelrelaxation, deren Wirksamkeit auch von der Schulmedizin nicht infrage gestellt wird. Auch therapeutische Hypnose wird von vielen Heilpraktikern angeboten, um den Patienten in einen anderen Geisteszustand zu versetzen und bestimmte gesundheitliche Entwicklungen zu fördern. Vor allem bei Angststörungen oder zur Bekämpfung von Süchten wie bei der Aufgabe des Rauchens oder Alkoholkonsums kommt Hypnose immer wieder zum Einsatz. In einer Zusatzversicherung für den Heilpraktiker sind viele Leistungen eingeschlossen, die der klassischen Psychotherapie zuzurechnen sind. Die Kosten werden entweder in vollem Umfang bis zu einer jährlichen Obergrenze übernommen oder teilweise durch die Versicherung erstattet. Wichtig ist, auf den exakten Vertragstext zu achten, da beispielsweise Entspannungskurse nicht zwangsläufig ins klassische Arbeitsfeld eines Heilpraktikers fallen.

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FAQ - Häufig gestellte Fragen zur Heilpraktiker Zusatzversicherung

Wie bei vielen Zusatzversicherungen sind Warte- oder Karenzzeiten üblich. Der Versicherte kann also nicht ab dem ersten Tag des Versicherungsbeginns Leistungen in Anspruch nehmen, sondern muss bis zum ersten Leistungsfall einige Zeit verstreichen lassen. Branchenüblich ist bei der Heilpraktiker-Zusatzversicherung eine Frist von drei Monaten, bei einem Vergleich sollten Tarife mit längeren Wartezeiten ignoriert werden. Manche Versicherungen bieten auch Tarife ohne Wartezeit an, die monatlich einen minimal höheren Beitragssatz mit sich bringen. Zudem gibt es bei Tarifen mit Wartezeit Ausnahmesituationen, bei denen Maßnahmen ohne Erfüllung der Karenzzeit beansprucht werden können. Dies gilt beispielsweise nach Unfällen oder akuten Erkrankungen, die eindeutig noch nicht im Moment des Vertragsabschlusses mit der Versicherung vorlagen. Falls solche Leistungen vor Beendigung der Wartezeit angefordert werden, sollte sich der Versicherungsnehmer auf eine Einzelfallprüfung einstellen.

Höchstsätze sind bei fast jedem Tarif zu finden, wobei die meisten Versicherungen nicht 100 % der anfallenden Kosten einer Heilpraktiker-Behandlung übernehmen. Dies gilt lediglich für einige Premium-Tarife, üblich ist eine Kostenübernahme über 70 bis 80 %. Patienten mit einer Zusatzversicherung werden sich also immer noch geringfügig an den Kosten beteiligen müssen, wenn Sie einem Heilpraktiker einen Besuch abstatten. Beim Tarifabschluss ist außerdem nicht nur auf Höchstsätze als Prozentsatz der erstattungsfähigen Kosten zu achten. Genauso arbeiten manche Versicherungen mit einem festen Eurobetrag als Höchstgrenze pro Jahr. So kann es sein, dass der abgeschlossene Tarif die Heilpraktikerkosten zu 100 % übernimmt, allerdings im Jahr maximal 1.000 Euro für sämtliche Behandlungen gewährt. Ob dies für die eigenen Bedürfnisse und die Häufigkeit eines Besuchs beim Heilpraktiker ausreicht, muss individuell geklärt werden.

Das Hufelandverzeichnis ist ein Leistungskatalog für Heilpraktiker und vergleichbare Gesundheitsberufe, das grob mit dem gesetzlichen Leistungskatalog der Krankenkassen vergleichbar ist. Das Verzeichnis dient als Abrechnungshilfe und gibt den behandelnden Therapeuten und Heilpraktikern vor, in welchem finanziellen Umfang Behandlungen und sonstige Maßnahmen in Rechnung gestellt werden dürfen. Der Schwerpunkt des Verzeichnisses liegt auf Naturheilverfahren und Behandlungsformen der Traditionell Chinesischen Medizin, beispielsweise Akupunktur. Das Hufelandverzeichnis ist für behandelnde Therapeuten nicht absolut bindend, wird jedoch von allen seriösen Heilpraktikern als Grundlage ihrer Abrechnung herangezogen. Auch für die Versicherungen ist das Hufelandverzeichnis der wichtigste Maßstab, wenn es um die Kostenerstattung für einen Patienten im Rahmen einer Heilpraktiker-Zusatzversicherung geht. Sollte der behandelnde Therapeut Leistungen teurer in Rechnung stellen, als diese im Hufelandverzeichnis veranschlagt sind, übernimmt die Versicherung lediglich Kosten in einer Höhe, wie sie in diesem Verzeichnis angegeben sind.

Damit die Kosten für den Heilpraktiker oder Therapeuten durch die Zusatzversicherung übernommen werden, muss dieser einer Ausbildung zum Heilpraktiker absolviert und die zugehörige Abschlussprüfung bestanden haben. Ein Therapeut dieser Art muss kein Hochschulstudium nachweisen, stattdessen findet die Ausbildung zum Heilpraktiker über verschiedene Kurse mit einer Dauer von mehreren Jahren statt. Um die Ausbildung zum Heilpraktiker absolvieren zu können, muss eine Person wenigstens 25 Jahre alt sein und den Hauptschulabschluss besitzen. Sämtliche Prüfungen während der Ausbildungszeit werden durch den öffentlichen oder privaten Ausbildungsträger durchgeführt, die abschließende Prüfung übernimmt das Gesundheitsamt. Vor der ersten Therapiesitzung sollten Sie als Patient überprüfen, ob der behandelnde Heilpraktiker oder Therapeut eine entsprechende Zulassung besitzt, die er Ihnen auf Nachfrage auch vorlegen muss. Falls Sie fehlt, ist die Übernahme der Kosten durch Ihre abgeschlossene Zusatzversicherung nahezu ausgeschlossen.