Zusatzversicherung Heilpraktiker

Zusatzversicherung Heilpraktiker

Die Heilpraktiker-Zusatzversicherung - Kostenübernahme für alternative Heilmethoden

Die moderne Medizin befindet sich in einem stetigen Wandel, regelmäßig werden neue Behandlungsmethoden vorgestellt und Medikamente auf den Markt gebracht. Ein Großteil der Bevölkerung hierzulande leidet dennoch unter Symptomen und Beschwerden, für die kein Arzt eine Hilfe und Lösung anbieten können. Nicht selten wird eine regelrechte Odyssee zwischen vielen Fachärzten unternommen, die allesamt nicht weiterhelfen können. Immer mehr Menschen haben deshalb ihre Hoffnung auf die traditionelle Schulmedizin aufgegeben und versuchen, durch alternative Heilmethoden ihre Gesundheit zu verbessern. Mit einer Heilpraktiker-Zusatzversicherung haben Sie die Möglichkeit, die Kosten für solche Behandlungsformen an eine Versicherung weiterzugeben.

Der unterscheidet zwischen Heilpraktikern & Ärzten

Während ein Allgemeinmediziner oder Facharzt in Deutschland und vielen anderen Ländern eine vollwertiges Studium absolvieren muss und nicht selten promoviert, erwerben Heilpraktiker ihrer Approbation nicht über ein Studium. Stattdessen werden über mehrere Jahre hinweg Kurse bei einem öffentlichen oder privaten Bildungsträger absolviert, Abitur oder ein vergleichbarer Schulabschluss sind nicht nachzuweisen. Nach Absolvieren sämtlicher Kurse kommt es zu einer abschließenden Überprüfung, die durch das regional zuständige Gesundheitsamt abgenommen wird. Bei Bestehen kann sich ein Heilpraktiker als solcher bezeichnen und seine Dienste anbieten. Durch Fort- und Weiterbildung kann er sein therapeutisches Spektrum erweitern oder sich gezielt auf einzelne Heilbereiche spezialisieren.

Allen Heilpraktikern gemeinsam ist die eher kritische Position gegenüber traditionellen Behandlungen der Schulmedizin und den Produkten der modernen Pharmazie. So vertreten viele Heilpraktiker den Standpunkt, dass die meisten Medikamente als chemische Produkte den Mensch noch kranker machen und durch diverse Nebenwirkungen schwächen. Heilpraktiker vertrauen stärker auf natürliche und sanfte Methoden und denken ganzheitlicher, um Körper und Geist wieder in Einklang zu bringen. Bei vielen Beschwerden soll die Hilfe zur Selbsthilfe aktiviert werden, außerdem werden Behandlungen wie Massagen oder physiotherapeutische Übungen vermitteln. Neben den Heilkräften der Natur vertrauen Heilpraktiker häufig auf homöopathische Arzneimittel, die den Körper nicht unnötig belasten sollen.

Ist das Angebot von Heilpraktikern seriös?

Die Arbeit als Heilpraktiker in Deutschland bedarf einer staatlichen Erlaubnis und ist rechtlich eindeutig geregelt. Über die letzten Jahrzehnte wurde eine rechtliche Grundlage für diesen Beruf geschaffen, um sich gezielt von Scharlatanen mit dubiosen Behandlungsmethoden abzugrenzen. Umso wichtiger ist es, bei Interesse an der Behandlung durch einen Heilpraktiker auf dessen staatliche Zulassung zu achten. Auch Versicherungen legen hierauf großen Wert, weshalb die Zusatzversicherungen nur finanzielle Leistungen gewähren, wenn diese bei einem zugelassenen Heilpraktiker beansprucht wurden...

Die generelle Seriösität der Behandlung durch Heilpraktiker, vor allem in Konkurrenz zur Schulmedizin, ist schwierig einzuschätzen. Zweifelsohne gibt es Arbeitsbereiche, die ins Arbeitsgebiet eines Heilpraktikers fallen und bei objektiver Betrachtung eine Linderung diverser Beschwerden bieten. Hierzu zählen beispielsweise Massagen, osteopathische Eingriffe oder die Nutzung der Wirkstoffe aus natürlichen Heilpflanzen. Andere Aspekte wie die Aroma- oder Bioresonanztherapie werden gerade von traditionellen Ärzten kritischer betrachtet, Studien bringen positive und negative Ergebnisse zur Wirksamkeit solcher Methoden hervor.

Dass Versicherungen in Deutschland bereit sind, im Rahmen einer Heilpraktiker-Zusatzversicherung für eine Vielzahl von Behandlungen die Kosten zu übernehmen, deutet auf die gesellschaftliche und medizinische Akzeptanz hin. Dennoch sollte bei jeder Versicherung und jedem Tarif genau überprüft werden, welche Leistungen die jeweilige Gesellschaft übernimmt. Hieran lässt sich indirekt erkennen, was die Versicherung als seriös und finanzierbar ansieht, wenn es um die Arbeit zugelassener Heilpraktiker geht.

Wie sind die Erfolgsaussichten bei der Heilpraktikerbehandlung?

Ähnlich wie bei der Behandlung durch klassische Ärzte und die Einnahme chemischer Medikamente besteht für Naturheilverfahren & Co. keine Garantie, dass diese im individuellen Fall ihre Wirkung zeigen. Dennoch zeigt sich immer wieder, dass Menschen durch die Behandlung bei einem Heilpraktiker bei diversen Symptomen und Beschwerden Erfolge erfahren, die sich über Jahre oder Jahrzehnte bei klassischen Ärzten nicht einstellen wollten...

Lohnt ein Heilpraktikerzusatzversicherung Vergleich ?

Fast jede private Krankenversicherung in Deutschland bietet Zusatztarife in verschiedenen Bereichen der Gesundheit an. Während von den gesetzlichen Krankenkassen keine Kosten übernommen bzw. höchstens auf freiwilliger Basis eine kleine Zuzahlung gewährt wird, lässt sich bei privaten Versicherungen ein breites Spektrum an Behandlungen durch Heilpraktiker absichern. Welche Methoden und Behandlungsbereiche genau durch einen Tarif abgedeckt...

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Für wen ist die Heilpraktiker-Zusatzversicherung geeignet?

Die Zusatzversicherung für den Heilpraktiker ist für alle Bundesbürger die richtige Wahl, die mit den Behandlungserfolgen durch vertraute Ärzte nicht zufrieden sind und einen kostengünstigen Weg in Richtung alternativer Heilmethoden gehen möchten. Die Entscheidung hierzu kann die Folge einer langen Leidensgeschichte sein, bei der die Hoffnung in herkömmliche Ärzte und Medikamente verlorengegangen ist. Nicht selten wurden schon erste Erfolge durch Naturheilverfahren...

Welche Therapeuten werden erstattet?

Heilpraktiker sind weder als Arzt noch als psychologischer Psychotherapeut approbiert und verfügen im Regelfall über kein Hochschulstudium. Der Heilpraktiker geht seiner Tätigkeit als Freiberufler nach dem Absolvieren von Kursen über mehrere Jahre nach und hat seine Abschlussprüfung vor einem Gesundheitsamt abgelegt. Auch wenn in Deutschland und weiteren Nationen ein rechtliches Rahmenwerk rund um dieses Berufsbild existiert, gibt es weiterhin schwarze Schafe in der Branche...

Worauf ist bei einer Kündigung der Heilpraktiker-Zusatzversicherung zu achten?

Wenn Sie Ihre Zusatzversicherung über einen längeren Zeitraum nicht beansprucht haben oder kein Vertrauen in alternative Heilmethoden mehr haben sollten, ist über eine Kündigung des bestehenden Vertrags nachzudenken. Die Kündigung ist bei den meisten Versicherungen zu jedem Zeitpunkt im Versicherungsjahr möglich, lediglich eine Kündigungsfrist von drei Monaten ist einzuhalten. Falls beispielsweise Ihr Versicherungsjahr am 1. Oktober jedes Jahres beginnt, muss die Kündigung bis zum 30. Juni eingereicht werden. Verstreicht diese Frist, wird die Kündigung erst ein Jahr später möglich...

Wie bei vielen Zusatzversicherungen üblich, sind Sie an eine Mindestlaufzeit Ihres Vertrags gebunden. Bei den meisten Versicherungen liegt diese bei zwei oder drei Jahren. Innerhalb dieses Zeitraums können Sie nicht von der oben genannten Kündigungsfrist Gebrauch machen. Eine Ausnahme stellen vertragliche Änderungen dar, beispielsweise die Kürzung von Leistungen oder die Ankündigung einer Beitragserhöhung. In diesen Fällen tritt ein Sonderkündigungsrecht ein, dass Ihnen eine Aufhebung des bestehenden Vertrags mit einer Frist von vier Wochen ermöglicht.

Die Kündigung ist grundsätzlich schriftlich an den Versicherer zu richten. Abhängig von der Gesellschaft muss dies in Briefform oder als Fax erfolgen, schauen Sie hierfür einfach in Ihren Versicherungsvertrag. Kündigen können Sie bei einer regulären Kündigung ohne Angabe von Gründen, bei Nutzung des Sonderkündigungsrechts müssen Sie den Auslöser wie eine Beitragserhöhung als Grund angeben. Sollte es in beiden Fällen mit den genannten Fristen knapp werden, senden Sie das Kündigungsschreiben als Einschreiben an Ihren Versicherer!

Zusatzversicherung Heilpraktiker Leistungen

Leistungen der Heilpraktiker-Zusatzversicherung

Für viele Menschen sind die Berufsbezeichnung Heilpraktiker und die Methoden dieser Fachkräfte schwammig und nicht eindeutig einem medizinischen Bereich zuzuordnen. Dies gilt auch auf Seiten der Versicherungen, die mit einer Heilpraktiker-Zusatzversicherung verschiedene Bereiche dieses weiten Behandlungsfeldes abdecken. Umgekehrt bestehen auch auf Seiten der Patienten klare Vorlieben, beispielsweise ob Behandlungen eher durch Naturheilverfahren, durch Homöopathie oder Traditionelle Chinesische Medizin erfolgen sollen. Im Folgenden sollen die wichtigsten Leistungen der privaten Zusatzversicherung aufgezeigt werden, um ihre individuelle Wichtigkeit zu erkennen und sich gezielt für den richtigen Tarif zu entscheiden. Achtung: In den meisten Fällen bieten Versicherungen die Heilpraktiker-Zusatzversicherung nicht nach dem Baukasten-Prinzip an. Es muss also ein Gesamtpaket an Leistungen abgeschlossen werden, das den eigenen Vorlieben der gesundheitlichen Absicherung möglichst nahe kommen sollte.

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Häufig gestellte Fragen zur Heilpraktiker Zusatzversicherung

Wie bei vielen Zusatzversicherungen sind Warte- oder Karenzzeiten üblich. Der Versicherte kann also nicht ab dem ersten Tag des Versicherungsbeginns Leistungen in Anspruch nehmen, sondern muss bis zum ersten Leistungsfall einige Zeit verstreichen lassen. Branchenüblich ist bei der Heilpraktiker-Zusatzversicherung eine Frist von drei Monaten, bei einem Vergleich sollten Tarife mit längeren Wartezeiten ignoriert werden.

Manche Versicherungen bieten auch Tarife ohne Wartezeit an, die monatlich einen minimal höheren Beitragssatz mit sich bringen. Zudem gibt es bei Tarifen mit Wartezeit Ausnahmesituationen, bei denen Maßnahmen ohne Erfüllung der Karenzzeit beansprucht werden können. Dies gilt beispielsweise nach Unfällen oder akuten Erkrankungen, die eindeutig noch nicht im Moment des Vertragsabschlusses mit der Versicherung vorlagen. Falls solche Leistungen vor Beendigung der Wartezeit angefordert werden, sollte sich der Versicherungsnehmer auf eine Einzelfallprüfung einstellen.

Höchstsätze sind bei fast jedem Tarif zu finden, wobei die meisten Versicherungen nicht 100 % der anfallenden Kosten einer Heilpraktiker-Behandlung übernehmen. Dies gilt lediglich für einige Premium-Tarife, üblich ist eine Kostenübernahme über 70 bis 80 %. Patienten mit einer Zusatzversicherung werden sich also immer noch geringfügig an den Kosten beteiligen müssen, wenn Sie einem Heilpraktiker einen Besuch abstatten.

Beim Tarifabschluss ist außerdem nicht nur auf Höchstsätze als Prozentsatz der erstattungsfähigen Kosten zu achten. Genauso arbeiten manche Versicherungen mit einem festen Eurobetrag als Höchstgrenze pro Jahr. So kann es sein, dass der abgeschlossene Tarif die Heilpraktikerkosten zu 100 % übernimmt, allerdings im Jahr maximal 1.000 Euro für sämtliche Behandlungen gewährt. Ob dies für die eigenen Bedürfnisse und die Häufigkeit eines Besuchs beim Heilpraktiker ausreicht, muss individuell geklärt werden.

Das Hufelandverzeichnis ist ein Leistungskatalog für Heilpraktiker und vergleichbare Gesundheitsberufe, das grob mit dem gesetzlichen Leistungskatalog der Krankenkassen vergleichbar ist. Das Verzeichnis dient als Abrechnungshilfe und gibt den behandelnden Therapeuten und Heilpraktikern vor, in welchem finanziellen Umfang Behandlungen und sonstige Maßnahmen in Rechnung gestellt werden dürfen. Der Schwerpunkt des Verzeichnisses liegt auf Naturheilverfahren und Behandlungsformen der Traditionell Chinesischen Medizin, beispielsweise Akupunktur.

Das Hufelandverzeichnis ist für behandelnde Therapeuten nicht absolut bindend, wird jedoch von allen seriösen Heilpraktikern als Grundlage ihrer Abrechnung herangezogen. Auch für die Versicherungen ist das Hufelandverzeichnis der wichtigste Maßstab, wenn es um die Kostenerstattung für einen Patienten im Rahmen einer Heilpraktiker-Zusatzversicherung geht. Sollte der behandelnde Therapeut Leistungen teurer in Rechnung stellen, als diese im Hufelandverzeichnis veranschlagt sind, übernimmt die Versicherung lediglich Kosten in einer Höhe, wie sie in diesem Verzeichnis angegeben sind.

Damit die Kosten für den Heilpraktiker oder Therapeuten durch die Zusatzversicherung übernommen werden, muss dieser einer Ausbildung zum Heilpraktiker absolviert und die zugehörige Abschlussprüfung bestanden haben. Ein Therapeut dieser Art muss kein Hochschulstudium nachweisen, stattdessen findet die Ausbildung zum Heilpraktiker über verschiedene Kurse mit einer Dauer von mehreren Jahren statt.

Um die Ausbildung zum Heilpraktiker absolvieren zu können, muss eine Person wenigstens 25 Jahre alt sein und den Hauptschulabschluss besitzen. Sämtliche Prüfungen während der Ausbildungszeit werden durch den öffentlichen oder privaten Ausbildungsträger durchgeführt, die abschließende Prüfung übernimmt das Gesundheitsamt. Vor der ersten Therapiesitzung sollten Sie als Patient überprüfen, ob der behandelnde Heilpraktiker oder Therapeut eine entsprechende Zulassung besitzt, die er Ihnen auf Nachfrage auch vorlegen muss. Falls Sie fehlt, ist die Übernahme der Kosten durch Ihre abgeschlossene Zusatzversicherung nahezu ausgeschlossen.

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